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[Nachträge und Berichtigungen zum I. Bande. 505]

Zu Seite 276.

Zu den Monatsnamen der Inschrift von Behistân ist noch das Identifizierungs­resultat von J. Marquart (Unters. z. Geschichte von Eran: 7. Der altpersische Kalender, Philologus, 55. Bd. 1896, S. 235) nachzutragen. Dasselbe stimmt ganz mit Opperts zweitem System (s. I 276) überein, setzt also den Garmapada = Nisannu = Fravardîn d. h. das altpersische Jahr fing wie das babylonische mit dem Früh­jahre (Fravardîn der Frühjahrsmonat) an. In dem neuen Werke The Sculptures and Inscription of Darius the Great on the rock of Behistân in Persia, printed by Orders of the trustees, London 1907, p. XXXVIII, welches neue photographische Aufnahmen aller Teile der Inschrift (von L. W. King und R. C. Thompson) und eine Neu­übersetzung darbietet, ist die Identifizierung von Marquart nicht erwähnt. — Vgl. auch W. Jackson, The great Behistân rock and some results of a reexamination of the old Persian Inscript. on it (Journ. of the Americ. Orient. Soc. vol. XXIV p. 77) und Gray, Der iranische Kalender (Grundriß d. iran. Philologie, hrsg. von Geiger und Kuhn, Straßburg, 2. Bd. 1904, S. 675—678).

Zu Seite 277—280.

Über den Zusammenhang der Zend- und Pehlewi-Namen der persischen Monate mit einer Reihe von anderen vorderasiatischen alten Monatsnamen (Armenien, Kappadokien, Chorasmien, Sogdiana, Kubâ [Farghana] u. a.) s. L. H. Gray, On certain Persian and Armenian Month-Names as influenced hy the Avesta-Calendar (Journ. of the Americ. Orient. Society, vol. XXVIII 1907, S. 331—344). Bemerkens­wert ist ferner, daß sich in Afghanistan zwei Arten von Monatsnamen vorfinden, wovon die eine aus den mohammedanischen Namen besteht, die andere aber in ihren Wurzeln auf zoroastrischen oder altpersischen Ursprung zurückweist:

Afghanische MonatsnamenMohammedanische
Hasan Husain = Monat des Hasan und HusainMuharram
Safarah
Safar
Vrunha'î Chôr = Erste SchwesterRabî al auwal
Dvayamah Chôr = Zweite SchwesterRabî ath thânî
Dreyamah Chôr = Dritte SchwesterDschumâd al auwal
Calôramah Chôr = Vierte SchwesterDschumâd ath thânî
Da Chudâe Miyâšt = Gottes MonatRadschab
Da Sô Kadr Miyâšt} = Monat der NachtSchabân
Da Barât Miyâšt der Kraft
Rôzah = Fasten(-Monat)Ramadân
[506 Anhang.]
Afghanische MonatsnamenMohammedanische
Da Vrûkai Achtar Miyâšt} = Kleiner Fasten-
monat
Schauwâl
Da Vârah Achtar Miyâšt
Miyâni Châli Miyâšt = ZwischenmonatDhulkadah
Da Lôe Achtar Miyâšt = Großer FastenmonatDhulhiddschah

(Vgl. Trumpp , Grammar of the Pastô or language of the Afghâns, London 1873, p. 363).

Zu Seite 285.

Über eine Erklärung, worin die sehr ungleiche Länge der 6 alt­persischen Jahreszeiten ihren Grund hat, s. Cama, Actes du VI. Congr. internat. des Orientalistes III p. 583.

Zu Seite 298.

Zur Rechnung nach der Ära Jezdegerd macht L. H. Gray mehrere wenig bekannte mittelalterliche Quellen aufmerksam, aus welchen sich für das 15. Jahrh. n. Chr. Gleichungen zwischen julianischem Datum und der persischen Datierung ziehen lassen (s. Beitrag VI Medieval Greek references to the Avestan calendar S. 167 in dem Werke Avesta, Pahlavi and ancient Persian studies, in honour of the late Shams-ul-ulama Dastur Peshotanji Behramji Sanjana, Straßburg-Leipzig 1904). Die alten Quellen sind Isaak Argyros (um 1371 n. Chr.), ein Anonymus um 1443 n. Chr. und ein Bericht des Georgios Chrysokokkes (1346 n. Chr.). Die genannte Publikation gibt die Texte der Quellen ausführlich; eine Übersicht über die resultierenden Gleichungen gibt auch L. H. Gray, Zu den byzantinischen Angaben über den altiranischen Kalender (Byzantinische Zeitschr. von Krumbacher, 11. Bd. 1902, S. 468—472).

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