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[506 Anhang.]

Zu Seite 311.

Z. 3 v. o. Lies Jyotisha statt Iyotisha; desgleichen S. 321 Anm. Zeile 1, S. 326 Anm. 2 Zeile 4, S. 328 Zeile 5 v. o.

Zu Seite 312.

Zeile 10 v. o. Lies Bṛihaspati statt Bṛishaspati.

Zu Seite 321.

Anm. 1 Zeile 8. Lies „seiner“ statt „seinem“.

Zu Seite 330.

Letzte Zeile. Lies „die Pañchasiddhântikâ“ statt „der ....“, und Seite 334 Anm. 1 Zeile 5 dementsprechend „in der Pañchasiddhântikâ“ statt „im ...“.

[Nachträge und Berichtigungen zum I. Bande. 507]

Zu Seite 338.

Zeile 13 v. o. Zur Epoche des Kaliyuga vergl.: Sam. Stuart, The Hindu Kaliyuga epoch (Journ. of the Brit. Astronom. Assoc., London XVII 1907, S. 179).

Zu Seite 350.

Zeile 5 v. o. Die Erklärung über die wiederholtwerdenden und herausfallenden tithi könnte möglicherweise nicht ganz klar sein. Es sei daher bemerkt, daß die erläuternde Fig. 6 so verstanden werden soll, daß nicht etwa die tithi selbst (A, B, C, D) wiederholt werden resp. ausfallen, sondern nur die Zahlen, welche die Tage von den tithi erhalten. Es laufen also oben die Bezeichnungen A 12, B 13, C 14, D 15, und unter der Horizontalzeile hat man sich den Sinn zu denken: der Tag von 5—6 heißt = sudi [oder badi] 12, von 6—7 = sudi 13, von 7—8 = sudi 13, von 8—9 = sudi 14. Zur Illustration der Tagbezeichnungen dürfte ein praktisches Beispiel zweckmäßig sein. Wir nehmen den Mondmonat Pausha des Kaliyuga 4992 (= Januar/Februar 1891 n. Chr.). Der Neumond fand in diesem Monat statt am 10. Januar 15h 22m resp. der folgende am 9. Februar 0h 42m, der Vollmond fiel 24. Januar 20h 37m. Daher reicht die helle Hälfte (sudi) des Monats Pausha vom 11. Januar bis 24. Januar, die dunkle Hälfte (badi) vom 25. Januar bis 9. Februar. In der folgenden Tabelle stehen in der ersten Kolumne die laufenden Sonnentage, in der zweiten die Zeit, wann die tithi endigen, und in der dritten Kolumne die Bezeichnungen, welche die Tage beider Hälften erhalten; da am 16. Januar zwei tithi endigen, so kommt diesem Tage die Bezeichnung 6 zu (7 wird unterdrückt) ; der 26. Januar, an dem keine tithi endigt, bleibt aus:

Helle HälfteDunkle Hälfte

Ende der tithi Zählung
der Tage

Ende der tithi Zählung
der Tage
Jan.11.So. thiti1 13h23m
1. Jan.25.So. thiti1 22h7m 1.
,,12.Mo. ,,2 11  2. ,,26.Mo. keine thiti
,,13.Di. ,,3 30  3. ,,27.Di. thiti2 12  2.
,,14.Mi. ,,4 57  4. ,,28.Mi. ,,3 16  3.
,,15.Do. ,,5 24  5. ,,29.Do. ,,4 15  4.
,,16.Fr. ,,6 12  } 6. ,,30.Fr. ,,5 55  5.
,,16.Fr. ,,7 23  ,,31.Sa. ,,6 18  6.
,,17.Sa. ,,8 22 37 
8. Febr.1.So. ,,7 10 18  7.

usw.




Zu Seite 354.

Zeile 10 v. o. Lies „es waren also von der 11. tithi erst 0,29 = 17gh verflossen“, statt „42gh“.

[508 Anhang.]

Zu Seite 375.

Zeile 2 v. u. Bisher sind inschriftlich verzeichnete Datierungen, bei denen es sich um den heliakischen Aufgang des Jupiter resp. um den 12jährigen Jupiterzyklus handelt, nur 6 bekannt; die ersten 5 sind von S. B. Dîkshit im Corpus Inscript. Indicarum vol. III, Calcutta 1888, p. 1041 veröffentlicht und die Datierungen nach indischer Weise berechnet. Das Datum der neuerdings aufgefundenen (6.) Inschrift (Epigraphia Indica vol. VIII S. 284—290) ist von F. Kielhorn be­rechnet. Von beiden Berechnern sind für die Ermittlung der Längen der Sonne und des Jupiter zur Bestimmung der Zeit des heliakischen Aufgangs des letzteren die Angaben der Siddhânta (Sûryasiddhânta resp. Âryasiddhânta) zugrunde gelegt. Es wird von Interesse sein, die von den beiden genannten Sanskritgelehrten mit indischen Hilfs­mitteln gefundenen heliakischen Aufgangsdaten mit jenen zu ver­gleichen, welche bei Zugrundelegung moderner astronomischer Tafeln der Sonnen- und Jupiterbewegung folgen. Ich gebe zuerst den hier in Betracht kommenden Teil der 6 Inschriften kurz an:

  1. Inschrift von Khôh (bei Uchahara, Hauptstadt des Nagaudh-Staates in Baghelkhand): „Im Jahre hundert mehr 56 Jahre, im Genuß der Herrschaft der Gupta-Könige , im mahâ-Vaiśâkha1 saṁvatsara, am 3. Mond-Tage der hellen Hälfte des Monats Kârttika.“
  2. Inschrift von Khôh: „Im Jahre hundert mehr 63 Jahre, im Genuß der Herrschaft der Gupta-Könige, im mahâ-Âsvayuja2, am 2. Tage der hellen Hälfte des Monats Chaitra“.
  3. Inschrift von Majhgawâṁ (ebenfalls bei Uchahara): „Im Jahre hundert vermehrt um 91, im Genuß der (Gupta-Herrschaft, im günstigen mahâ-Chaitra saṁvatsara, am 3. Tage der dunklen Hälfte des Monats Mâgha“.
  4. Inschrift aus Murwârâ (Distrikt Jabalpur): „Im Jahre hundert mehr 99, unter dem Genuß der Gupta-Herrscher, im mahâ-Mârgaśirsha saṁvatsara, am 10. tithi des Monats Kâṛtikka“.
  5. Inschrift von Khôh: „Im Jahre zweihundert mehr 9, unter dem Genuß der Gupta-Könige, unter deren siegreicher Regierung, im mahâ-Âsvayuja saṁvatsara, am 13. Tage der hellen Hälfte Chaitra“.
  6. Inschrift von Bhumarâ (bei Uchahara): Im mahâ-Mâgha saṁvatsara im Monate Kârtikka am 10. (und) 9. (Sonnen-) Tage“ [d. i. 19. Kârtikka].

Die Inschriften befinden sich auf Kupferplatten, mit Ausnahme der 6., welche auf einem Steinpfeiler angebracht ist; für die Orte,


1) Über die Datierungsart s. I 375.

2) D. i. Âśvina.

[Nachträge und Berichtigungen zum I. Bande. 509]

von welchen sie herrühren, kann man, da dieselben unweit voneinander liegen, die geogr. Länge 80—81° östl. und die Breite von 24° nördl. annehmen.

Für die Verwandlung der Jahre der Gupta-Ära, in christliche sind von Dîkshit und Kielhorn 320 Jahre angenommen worden (s. I 386). Beide Bearbeiter haben, um die Lage des Jupiterjahres des 12jährigen Zyklus festzulegen und die Zugehörigkeit der Datierung zu dem ent­sprechenden Jupiterjahre entscheiden zu können, sowohl den heliakischen Jupiteraufgang, welcher in diesem Jahre stattfand, wie jenen, der in das nächste Jahr fiel, berechnet. Die Jupiterlängen und die diesen entsprechenden Datierungen finden die Genannten wie folgt:

Inschrift 1: 156 Gupta =475 n. Chr.

Vorhergeh. hel.Aufg. 17. Okt. 475,Jupiterlänge 195°24′

Nächstfolgender,, 15. Nov. 476,, 225 35 
Inschrift 2: 163 Gupta =482 n. Chr.

Vorhergeh. hel.Aufg. 5. Apr. 481,Jupiterlänge 21′

Nächstfolgender,, 12. Mai 482,, 40 34 
Inschrift 3: 191 Gupta =511 n. Chr.

Vorhergeh. hel.Aufg. 29. Septb. 510,Jupiterlänge 177°47′

Nächstfolgender,, 29. Okt. 511,, 207 41 
Inschrift 4: 199 Gupta =518 n. Chr.

Vorhergeh. hel.Aufg. 11. Mai 518,Jupiterlänge 51°3′

Folgender,, 25. Mai 518,, 54 21 
Inschrift 5: 209 Gupta =528 n. Chr.

Vorhergeh. hel.Aufg. 18. März 528,Jupiterlänge 347°45′

Nächstfolgender,, 26. April 529,, 24 36 
Inschrift 6: Da das Gupta-Jahr nicht angegeben ist, beruht die
Rechnung nur auf zwei Hypothesen: 189 und 201 Gupta-Ära;
das erstere Jahr ist das wahrscheinlichere.
a) 189 Gupta =508 n. Chr.

Vorhergeh. hel.Aufg. 28. Juli 508,Jupiterlänge 117°4′

Nächstfolgender,, 29. Aug. 509,, 147 49 
b) 201 Gupta =520 n. Chr.

Vorhergeh. hel.Aufg. 2. Aug. 520,Jupiterlänge 121°30′

Nächstfolgender,, 3. Septb. 521,, 152 17 

Zur Vergleichung dieser indisch-astronomischen Rechnungsresultate mit unsern heutigen Tafeln habe ich die heliakische Aufgangs­zeit des Jupiter für je eines der vorher angegebenen Doppeldaten berechnet. Als Grundlage für die Berechnung der Jupiter- und Sonnenorte dienten mir die Neugebauerschen Tafeln (s. I 54); als maßgebende geogr. Breite wurden 24° nördl. und als Sehungsbogen für Jupiter 11° an­genommen. Die Jupiter- und Sonnenorte ergaben sich wie folgt:

[510 Anhang.]

Helioz.
Länge
Helioz.
Breite
Geozentr.
Rektasz.
Geozentr.
Deklin.
Sonnen-
länge
ad 1:10.Okt.475 192°51′ +19′ 193°0′ 25′ 198°5′

20.,,475 193 37  +19  195  15  208 

30.,,475 194 23  +19  197  218 16 
ad 2:23.März481 37  23  20  15 

2.Apr.481 32  23  32  +43  13 50 

12.,,481 26  23  42  +40  23 34 
ad 3:20.Sept.510 175 46  +23  176 59  +36  178 38 

30.,,510 176 31  +23  178 46  +50  188 35 

10.Okt.510 177 17  +23  180 57  +53  198 36 
ad 4:10.Mai518 52 34  46  49 56  +17 51  50 27 

20.,,518 53 26  45  52 17  +18 27  60 

30.,,518 54 18  44  54 36  +19  69 32 
ad 5:8.März528 346  22  348 16  20  350 

18.,,528 346 59  22  350 29  23  359 49 

28.,,528 347 54  22  352 40  27  34 
ad 6 a):18.Juli508 114 35  +41  117  +21 53  116 41 

28.,,508 115 23  +42  119 20  +21 29  126 18 

7.Aug.508 116 10  +43  121 36  +21  135 59 
b):23.Juli520 119  +46  121 51  +21  121 35 

2.Aug.520 119 54  +47  124  +20 35  131 14 

12.,,520 120 41  +47  126 26  +20  140 55 

Aus diesen Zahlen folgen die Zeiten der heliakischen Jupiter­aufgänge (Berliner Zeit): ad 1: 475 n. Chr. Okt. 18,22; ad 2: 481 n. Chr. April 11,63; ad 3: 510 n. Chr. Sept. 30,52; ad 4: 518 n. Chr. Mai 30,86; ad 5: 528 n. Chr. März 25,52; ad 6 a): 508 n. Chr. Juli 30,36; b) 520 n. Chr. Aug. 3,93. In Anbetracht des Umstandes, daß die verschiedenen Siddhânta für die Jupiterlängen ziemlich ab­weichende Werte geben und daß die indischen Regeln zur Bestimmung der heliakischen Aufgänge nur rohe Näherungen vorstellen, sind die Differenzen von einigen Tagen bei einigen der Inschriften kein auf­fallendes Ergebnis.

Zu Seite 401.

Zu „Technische Chronologie“ hinzuzufügen: S. B. Dîkshit, The twelve-year-cycle of Jupiter (Corp. Inscript. Indic. vol. III Appen­dix 1888 S. 161—176.)

Zu Seite 402.

Zu „Tafeln" hinzuzufügen: F. Kielhorn, Tafeln z. Berechnung der Jupiterjahre nach den Regeln d. Sûrysiddh. u. d. Jyôtis (Abhdlgn. d. Kgl. Gesellsch. d. Wiss. z. Göttingen, XXXVI. Bd. S. 188). — Die Zeile 10 v. u. angegebenen Tafeln von W. S. Kṛishṇasvâmi Naidu

[Nachträge und Berichtigungen zum I. Bande. 511 ]

enthalten: das Anfangsdatum des Tamil-(Sonnenjahr) und Telugu-(Lunisolar-)Jahres nach christlicher Zeitrechnung, sowie die zyklischen Jahre des 60jährigen südindischen Jupiterzyklus von 3109 Kaliyuga bis 5102 (= 7 bis 2000 n. Chr.), samt korresp. Śaka-Jahr und Andu-Jahr; außerdem das christl. Datum samt feria des Neujahrstages der Hidschra-Jahre von 1—1440 Hid. (622—2018 n. Chr.) von Jahr zu Jahr.

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