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[460 XI. Kapitel. Zeitrechnung der Griechen.]

§ 218. Die freie Oktaëteris und das Verschwinden des Lunisolarjahrs.

Wir kommen nun zu der attischen Zeitrechnung der letzten beiden Jahrhunderte v. Chr. und der späteren Periode bis zum Aufhören des

[§ 218. Die freie Oktaëteris und das Verschwinden des Lunisolarjahrs. 461]

Gebrauchs des Mondjahres. Die Kenntnis dieser Zeitrechnung liegt noch sehr im argen. A. Schmidt läßt, wie wir gesehen haben, den modifizierten Metonschen Zyklus über das 2. Jahrh. v. Chr. hinaus weiter bestehen. Durch die Verbreitung des julianischen Jahres unter der römischen Herrschaft, und insbesondere seit der Kalenderver­besserung des Augustus sei das Sonnenjahr mehr und mehr in Auf­nahme gekommen und habe zunächst bei den Doppel­datierungen das julianische Jahr an Stelle des Sonnenjahres des Meton gesetzt. Diese Reform hat nach Schmidt ungefähr um den Anfang des 1. Jahrh. n. Chr. stattgefunden. Für diese Behauptung läßt sich freilich kaum mehr als eine einzige Inschrift beibringen; zudem versteht Schmidt unter dem reformierten Sonnenjahre (seiner Theorie gemäß, s. § 217) die Jahre ϰατ᾽ ἄρχοντα. — Aug. Mommsen, welcher den Zyklus des Kallippos als eine in der Praxis angewendete Zeitrechnungs­form betrachtet, nimmt an, diese Periode sei auch in den späten Jahr­hunderten bis zum Aussterben des Lunisolarjahrs gebraucht worden. Soweit die Qualifikation des Kallippischen Zyklus in Frage kommt, muß man allerdings zugeben, daß der Zyklus noch lange, bis über die Zeit Christi hinaus, mit den tatsächlichen Neumonden als den Monatsanfängen überein­stimmte. Allmählich aber, im 2. und noch mehr im 3. Jahrh. n. Chr. trat der Fehler des Zyklus deutlich hervor. Das Zurückbleiben der zyklischen Neumonde wird klar, wenn wir das Neujahrsdatum z. B. des 1. Zyklusjahres im 7., 8. und 9. kallippischen Zyklus betrachten. Der 1. Hekat. sollte, da sich der Zyklus mit seinen Daten einfach wiederholt, nach Aug. Mommsen (s. den Ent­wurf S. 415 f.) der 28. Juni sein. Die wahren Neumonde und danach das Datum des Neulichtes wichen aber (s. die Neumondsdaten in Taf. III) in folgender Weise ab:

Anfangsjahr
des
Der Neumond trat
für Athen ein am
Die Sichel konnte
sichtbar sein am
7.Zyklus = 127n. Chr. 27.Juni 11h54mvormitt. 28.Juniabends
8. = 203 26. 3 59 nachmitt. 27.
9. = 279 26. 3 45  27.

Späterhin wurde die Abweichung immer größer. Da mit der Abirrung des 1. Hekat. sich auch die Anfänge der übrigen Monate verschieben, so konnte man im 3. Jahrh. die Wahrnehmung machen, daß die neue Mondsichel schon an einem Tage am Himmel sich zeigte, da man noch den letzten Tag des ablaufenden Monats statt des ersten des folgenden Monats im Kalender hatte. Die Athener müßten also, falls der Kallippische Zyklus in ihrer Zeitrechnung ein-

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geführt war, spätestens im 2. Jahrh. n. Chr. diesen Zyklus verbessert haben. Schon fast 300 Jahre früher hatte Hipparch eine solche Ver­besserung angegeben (s. S. 390). Aber der Zyklus des Kallippos ist wahrschein­lich nie angewendet worden, und die von Hipparch be­merkte Verbesserung blieb sicher nur in Gelehrten­kreisen bekannt. Aug. Mommsen hat zwar, um das Bestehen des Kallippischen Zyklus im 2. Jahrh. zu retten, die Schaltordnung seines Entwurfs für diese Zeit geändert; man soll damals im Kallip­pischen Zyklus jedes 8. Metonsche Jahr zum Schaltjahr gemacht und statt dessen das 9. (Schaltjahr) in ein Gemeinjahr verwandelt haben. Dieser Vorschlag geschieht aber nur, um die Mommsenschen Neujahrs­grenzen des Zyklus (28. Juni bis 27. Juli) aufrecht zu halten.

Unger, hat für die spätgriechische Zeitrechnung ein System auf­gestellt, welches er vom 1. Jahrh. v. Chr. an in Geltung sein läßt und die freie Oktaëteris nennt. Die Schaltordnung dieses Zyklus soll so gewesen sein, daß innerhalb der 8 Jahre der Periode das erste und dritte Jahr jeder ungeraden Olympiade und das zweite jeder geraden ein Schaltjahr war. Die Länge jeder Oktaëteris beträgt 2923 resp. 2924 Tage, so daß der Durchschnittsbetrag 2923 12 Tage ganz mit der Oktaëteris der solonischen Zeit übereinkommt; die An­ordnung der beiden Oktaëteriden­längen ist eine gruppen­weise und entspricht dem Sinne nach der Ordnung, welche Böckh und Schmidt für die solonische Oktaëteris aufgestellt haben (s. oben S. 383 f.). Selbst­verständlich rückt der 1. Hekat. des 1. Jahres jeder Oktaëteris gegen das julianische Jahr nach je 8 Jahren um 1 bis 2 Tage im Datum vor; vom 26. Juni, dem Ausgangs­punkte des Ungerschen Zyklus, nach 5 Oktaëteriden um 8 Tage, auf den 4. Juli, nach 10 Oktaëteriden auf den 12. Juli usf., so daß im 2. Jahrh. n. Chr. die Anfänge sämt­licher Zyklusjahre bereits im August und September liegen. Diese fort­wandelnde Oktaëteris ist nach Unger „in Herrschaft geblieben bis zum Ende des Mittelalters; unter­lassen wurde die Ausschal­tung des­wegen, weil die Einführung des Sonnenjahrs in nächster Sicht zu stellen schien.“

Für die Begründung der freien Oktaëteris hat Unger mehrere Argumente beige­bracht. Zunächst soll die oben erwähnte Schaltung aus vielen Urkunden in den Epheben-Inschriften des 2. Jahrh. n. Chr. hervorgehen, welche die 12 oder 13 Monate des (mit dem Boëdromion beginnenden) Schuljahrs einzeln anführen. Einen Nachweis für diese Behauptung hat Unger in seiner „Zeitrechn. d. Griechen u. Römer“ (1892) nicht gegeben; auch in seinen anderen Schriften finde ich dafür keine zahlenmäßige Begründung. Ferner schließt er dieselbe Schaltung aus mehreren Inschriften, welche Besuchsjahre des Kaisers Hadrian in Athen und Amtsjahre des lebenslänglichen Paidotriben

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Abaskantos verzeichnen1 (Corp. Inscr. Att. III no. 1112, 1114, 1121, 1122, 1128, 1133 für die Abaskantos-Jahre, no. 735, 1023, 1107, 1120 für die Besuchsjahre Hadrians). Aus den Inschriften geht hervor, daß das 4., 20., 28. und 34. Jahr des Abaskantos Gemeinjahre ge­wesen sind. Die Inschrift für das 10. Jahr (no. 1114) hat Ditten­berger nach einem Schaltjahre ergänzt; es ist jedoch zweifelhaft, ob die Gründe für ein solches oder für ein Gemeinjahr sprechen; Unger hat sich für ein Gemeinjahr entschieden. Der Ausgangspunkt der Abaskantos-Jahre, das erste derselben, steht aber nicht fest. Als frühesten Ansatz für das 1. Jahr hat Dittenberger Ol. 228, 3 = 135 n. Chr. angegeben. Aug. Mommsen fand, daß das 1. Abaskantos-Jahr zwischen den Grenzen 134—140 n.Chr. liegen müsse, und bestimmte in der Voraussetzung, daß die überlieferten Jahre ihrer chronologischen Qualifikation nach den Gemein- und Schaltjahren des Metonschen Zyklus entsprechen, das 1. Jahr auf Ol. 228, 4 = 136 n. Chr. Ditten­berger hat 138 ange­nommen; Unger hat früher2 136 n. Chr. als 1. Abaskantos-Jahr ange­setzt, wie Aug. Mommsen, in seiner „Zeitr. d. Griech. u. Röm.“ (1892) aber 137 n. Chr. als erstes Jahr zu be­gründen versucht. Das 19. Jahr des Abaskantos ist (nach no. 1121) ohne Zweifel ein Schaltjahr3. Ferner sind durch die Inschriften Corp. Inscr. Att. III no. 1023 und no. 1120 (der Wortlaut der ersteren ist oben S. 349 Anm. 1 ange­geben) die nach der sog. Hadrian-Ära (s. diese S. 359) datierten Jahre 15. und 27. seit der ersten An­wesenheit Hadrians in Athen angegeben und zwar das 15. Jahr als Schalt­jahr4 (Prytanieninschrift), das 27. als Gemeinjahr. Als erstes Jahr der Hadrian-Ära hat Dittenberger die Grenzen 124—133 n. Chr. angenommen und sich für 125 n. Chr. entschieden; Aug. Mommsen nahm 126 n. Chr. an; Unger wählte früher 124, in der „Zeitr. d. Griech. u. Röm.“ akzeptiert er 125 n. Chr. Hält man sich an Ungers frühere Zahlen, so stehen die genannten Abaskantos- und Hadrian-


1) Zur Literatur über den Gegenstand vergleiche man: J. M. Flemmer, De itineribus Hadriani, Havniae 1836; W. Dittenberger, Kaiser Hadrians erste An­wesenheit in Athen (Hermes, VII. Bd. , 1872); R. Neubauer, Chronologie d. att. Archonten aus der Zeit 138—171 n. Chr. (ibid. XI. Bd., 1876); Jul. Dürr, Reisen des Kaisers Hadrian (Abhdlgn. d. archäol. epigr. Semin. d. Universit. Wien II 1881); Inscript. de l'Acropole (Bullet. d. corresp. hellén. XIII., 1889, p. 170); Lettres de l'emper. Hadrien (ibid. XI, 1887, p. 108); Lettres de l'emper. Hadrien (ibid. VII, 1883, p. 405); Aug. Mommsen, Chronologie, S. 518 — 532; Unger, Zeitrechn. d. Griech. u. Röm., 1892, S. 760—762.

2) Philologus, 38. Bd., 1879, S. 502.

3) Die Inschrift nennt zwischen den Monaten Poseideon und Gamelion den Schaltmonat Ἁδριανιῶνος, welcher Name dem Schaltmonat zur Zeit Hadrians bei­gelegt war (s. oben S. 334).

4) Zur Zeit Hadrians kommen 13 Stämme für die Prytanien in Betracht.

[464 XI. Kapitel. Zeitrechnung der Griechen.]

Jahre mit Ungers modiflziertem Metonschen Zyklus (s. den Entwurf S. 445 f.), wenn man sich denselben bis in's 2. Jahrh. n. Chr. fortgesetzt denkt, ihrer Qualität nach als Gemein- und Schaltjahre in Überein­stimmung. Es entspricht dann das





Nach den
Inschriften
1.Abask.-Jahr =136n. Chr. =17.Jahr 30.Zykl. =Gmeinj.Gemeinj.
4.„   „ =139 =1. 31. =
10.„   „ =145 =7. 31. =fraglich
27.Hadr.-Jahr =150 =12. 31. =Gemeinj.
19.Abask.-Jahr =154 =16. 31. =Schaltj.Schaltj.
20.„   „ =155 =17. 31. =Gmeinj.Gemeinj.
28.„   „ =163 =6. 32. =
34. =169 =12. 32. =

Ebenso genügt Kallippos Zyklus nach dem Entwürfe Aug. Mommsens den Inschriften, wenn man die oben angedeutete Umstellung (8. Metonsches Jahr = Schalt­jahr, 9. Met. = Gemeinj.) gelten läßt und das 10. Abask.-Jahr als Schaltjahr (s. oben) betrachtet. Greift man aber zu Ungers späteren Bestimmungen, setzt also 1. Abask.-Jahr = 137 n. Chr. und 27. Abask.-Jahr = 151 n. Chr., so fällt selbst­verständlich die ganze Überein­stimmung in sich zusammen, und dies ist einer der Gründe gewiesen, welche Unger zur Aufstellung der Oktaëteris mit abweichender Schalt­ordnung bestimmt haben. Da aber, wie oben bemerkt, das 1. Abask.-Jahr = 137 n. Chr. nicht völlig sicher ist, und außerdem zweifelhaft ist, ob das 10. Abask.-Jahr als Gemeinjahr angenommen werden darf, so kann man die Begründung der neuen Schaltfolge (2., 4., 7. Jahr Schaltjahre) der freien Oktaëteris noch nicht als genügend ansehen.

Die frühesten Zeitgrenzen, innerhalb deren die freie Oktaëteris in Athen eingeführt worden sein soll, hat Unger etwa zwischen 143 — 127 v. Chr. festgesetzt. Zur Zeit des Archon Epikles habe der Metonsche Zyklus jedenfalls nicht mehr bestanden. Diese letztere Meinung gründet sich auf die Voraussetzung, daß für Epikles das Jahr 127 v. Chr. anzunehmen sei. Eine Inschrift aus dem Jahre dieses Archon (Corp. Inscr. Att. II 1 no. 459) ist nämlich von Usener auf ein Schaltjahr, von Unger und Schmidt (von dem letzteren unter Hervorhebung der entgegenstehenden Schwierigkeiten) auf ein Gemein­jahr bezogen werden. Den sicheren Nachweis des Jahres 127 v. Chr. als ein Gemeinjahr vorausgesetzt, wäre dieses Jahr das 2. Jahr des 17. Metonschen Zyklus und in diesem ein Schaltjahr. Da nun aber das Jahr nach der Inschrift ein Gemeinjahr gewesen, könne damals

[§ 218. Die freie Oktaëteris und das Verschwinden des Lunisolarjahrs. 465]

Metons Zyklus nicht mehr in Geltung gewesen sein. Allein der Archon Epikles wird jetzt gar nicht mehr, wie Unger will, auf 127 v. Chr. gesetzt, sondern nach Ferguson auf 131 v. Chr.1. Letzteres Jahr ist aber im Metonschen Zyklus (s. oben S. 449) ein Gemeinjahr und wird daher der Inschrift gerecht. Demnach fällt der Beweis, daß 127 v. Chr. der Metonsche Zyklus bereits einem anderen Zeitrechnungs­system Platz gemacht haben soll. Die von Unger für sein System angeführten Jahre 100 v. Chr. (Archon Medeios) und 98 v. Chr. (Archon Prokles)2 als inschriftlich überlieferte Gemeinjahre sind auch in dem Unger-Schmidtschen modifizierten Metonschen Zyklus (10. und 12. Jahr desselben) Gemeinjahre, das zwischenliegende 99 v. Chr. ein Schaltjahr.

Der Jahresanfang in der freien Oktaëteris, nämlich das Datum des 1. Hekatombaion und mit diesem der Anfang der übrigen Monate hat sich, wie oben bemerkt, nach je 8 Jahren um 1—2 Tage, oder in einem größeren Intervall ausgedrückt, nach 152 Jahren um einen ganzen Mondmonat verschoben. Bei einem langen Bestände der freien Oktaëteris wäre man mit den Jahreszeiten in Konflikt gekommen, wenn die den bestimmten Monaten eigentümlichen und zugehörigen Feste hätten, wie in früherer Zeit, in gewissen Jahreszeiten gefeiert werden sollen. Die ursprüngliche Normallage des Jahresanfanges, um die Sommersonnenwende, bewegte sich rückläufig der Zeit; die Lage des Zodiakalzeichens des Jahranfangs, nämlich Krebs 1, und der sich daran anschließenden Zeichen des Löwen, der Jungfrau und der Wage war bis 900 n. Chr. ungefähr folgende:


100 n. Chr. 500 n. Chr. 900 n. Chr.
Krebs 1: 24.Juni 20.Juni 16.Juni
Löwe 1: 25.Juli 22.Juli 18.Juli
Jungfrau 1: 25.Aug. 22.Aug. 18.Aug.
Wage 1: 24.Sept. 21.Sept. 18.Sept.

Da um 200 n. Chr. in der freien Oktaëteris der 1. Hekat. bereits um Anfang September fällt (s. den Entwurf am Schluß dieses §), so hätte gegen 500 n. Chr. der Jahresanfang Mitte Oktober statt­gefunden, d. h. er wäre in das Zeichen der Wage statt in das des


1) Auch Sundwall (Unters. üb. d. attisch. Münzen neueren Stils, S. 85, Anm. 1) kommt für Epikles auf 131 oder 130 v. Chr., entscheidet sich aber, um mit seiner proponierten Verschiebung der Archontenjahre (s. oben S. 457) um ein Jahr in Einklang zu bleiben, für 130 v. Chr.

2) Die betreffenden Inschriften Corp. Inscr. Att. II 1 no. 467 und II 5 no. 477 geben 9. Boëdromion = 9. Tag III. Pryt., resp. 11. Metageit. (ergänzt) = 11. Tag II. (?) Pryt.; sie gehören wahrscheinlich zu den in § 217 erwähnten Doppeldatierungen.

Ginzel, Chronologie II. 30

[466 XI. Kapitel. Zeitrechnung der Griechen.]

Krebses gefallen. Unger hält den Gebrauch dieses Zeitrechnungs­systems, das einen vollständigen Rückschritt gegen früher bedeuten würde, für möglich. Er führt mittelalterliche Schriftsteller des 12. und 13. Jahrh. an, um den Gebrauch der Oktaëteris und achtmonatliche oder neunmonatliche Verspätung der Lage des Hekatombaion bei jenen Autoren nachzuweisen. Allein hier handelt es sich kaum um mehr als um Rechenexempel; die Oktaëteris war im Mittelalter eine be­kannte Periode, deren sich die Komputisten zu verschiedenen Zwecken bedienten; jene Schriftsteller haben schwerlich eine Kenntnis davon gehabt, wie die griechische Zeitrechnung der Epoche vor und nach Christus beschaffen war. Auch von den Autoren der ersten vier Jahr­hunderte nach Christus, welche Unger als beweisend für die freie Oktaëteris zitiert, sind einige bedenklich. Ich hebe unter diesen gleich hier einen Schriftsteller hervor, den Unger nennt, der aber nicht für ihn, sondern gegen ihn beweist. In der Lebensbeschreibung des Philosophen Proklos, verfaßt von seinem Schüler und Nachfolger als Vorstand der neuen platonischen Schule in Athen Marinos Neapolit, wird der Tod des Proklos in das 124. Jahr seit Iulian d. i. 485 n. Chr. auf das Datum 17. Munychion = 17. April gesetzt. Der Monat Munychion ist der 10. Monat des Jahres und konnte nur dann mit dem römischen April geglichen werden, wenn der Jahresanfang d. h. der Hekatombaion im Juni oder Juli lag. Unger meint nun, daß Marinos hier nur von der alten, einst gegoltenen Gleichung des Munychion mit dem April rede, da er von dem früheren Jahresanfänge der Athener etwas gehört habe; der Hekatombaion falle damals bereits in das Zeichen der Wage. Aber abgesehen davon, daß kein Grund ersichtlich ist, weshalb Marinos in der Biographie des von ihm ver­herrlichten Lehrers den Todestag in eine verschollene Gleichung ein­gekleidet haben sollte, spricht eine weitere Stelle in jener Biographie, welche Unger übersehen hat, ganz gegen den Gebrauch der freien Oktaëteris im 5. Jahrh. Marinos sagt nämlich1, nachdem er von einer in Athen sehr bedeutend gewesenen Sonnenfinsternis im Jahre vor dem Tode Proklos (484 n. Chr.)2 erzählt hat, folgendes: „Es vermerkten aber auch die Kalendermacher noch eine andere Finsternis, die geschehen werde bei Beendigung des ersten Jahres“. Selbst wenn man zugibt, daß Marinos den Todestag des Proklos durch ein Datum der früheren Zeitrechnung, und nicht durch ein solches der um 485 n. Chr. üblichen Zeitrechnung ausdrückt, so kann eine solche Annahme


1) Procli vita script. Marino Neap. ed. J. F. Boissonade, 1814, c. 37 (p. 29).

2) Diese Sonnenfinsternis fand am 14. Januar 484 n. Chr. gleich nach Sonnen­aufgang für Athen statt, war dort total und so bedeutend (12 Zoll für Athen), daß Sterne am Morgenhimmel hervortraten; s. Spez. Kanon d. Finstern., S. 222

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nicht für die „Kalendermacher“ gesucht werden; denn diese mußten im Kalender alle Zeitangaben so machen, wie sie der eben damals gebrauchten Zeitrechnung des Volkes entsprachen. Nun gibt es aber im ersten Jahre nach dem Tode des Proklos d. i. 486 n. Chr. nur eine einzige überhaupt für die nördliche Erdhälfte mögliche Sonnen­finsternis, jene vom 19. Mai 486 n. Chr.1, welche zudem in Athen sichtbar war. Diese Sonnenfinsternis, welche die prophezeite sein muß, fällt „bei Beendigung des ersten Jahres“ d. h. in das vom Juni oder Juli 485 bis Juni 486 laufende Jahr, fast an das Ende dieses Jahres. Daraus darf ich meines Erachtens den Schluß ziehen, daß die „Kalendermacher“ im Jahre 486 n. Chr. den Jahresanfang noch gemäß der alten Sitte, vom Juli ab, zählen, und daß Ungers An­nahmen für diese Zeit keine Berechtigung haben. In derselben Schrift des Marinos (c. 19) wird auch erzählt, wie Proklos die ἕνη ϰαὶ νέα und die Numenien begangen habe, was nur möglich ist, wenn damals (485 n. Chr.) in Athen noch das Mondjahr gebraucht wurde. Die Notiz des Simplikios (Commentarii in Aristotelis Physika [Diels] p. 875), daß die Athener im Gegensatz zu den Römern das Jahr mit der Sommerwende begonnen haben, gewinnt durch die beiden vor­stehenden Bemerkungen über­zeugende Kraft. Gegen Ende des 5. Jahrh. n. Chr. war also das Lunisolarjahr mit seinem Sommer­anfange in Athen noch in Gebrauch. Wann die alte Jahrform aufgegeben und der julianische Kalender eingeführt wurde, läßt sich nicht sicher be­stimmen, vermutlich geschah es im 6. Jahrh. nach der Unterdrückung des Heidentums2.

Mit zweimonatlicher Verspätung (der freien Oktaëteris) soll Macrobius (Saturn. I 12)3 nach Unger rechnen, indem er den Monat An­thesterion mit dem römischen April gleicht. Regulär würde der Anthesterion dem Februar oder März entsprochen haben. Macrobius, dem ersten Drittel des 5. Jahrh. n. Chr. angehörend, ist aber kein sehr zuverlässiger Schriftsteller. Im vorigen Kapitel haben wir eine


1) Diese Sonnenfinsternis war in Ägypten total, für Kleinasien und Griechen­land aber vielleicht noch mit freiem Auge und künstlichem Horizonte wahrnehmbar, in Athen über 8 Zoll; den griechischen „Kalendermachern“ des 5. Jahrh. darf man zutrauen, daß sie das Datum von Finsternissen im voraus angeben konnten. Von den sonstigen von der oben bemerkten großen attischen Sonnenfinsternis (14. Januar 484) bis zum Schlüsse des Jahres 486 n. Chr. vorfallenden Finster­nissen ereignete sich keine einzige im August oder September, welche nach Ungers freier Oktaëteris die Monate „gegen Ende des Jahrs“ gewesen sein würden.

2) Die Trullanische Synode (692 n. Chr.) wendet sich noch (Kanon 66) gegen die volkstümliche Feier der Numenien (Mansi, Collectio conciliorum XI, col. 973).

3) Aprilem dici merito credendum est quasi Aprilem, sicut apud Athenienses Anthesterion idem mensis vocatur ab eo quod hoc tempore cuncta florescunt.

30*

[468 XI. Kapitel. Zeitrechnung der Griechen.]

Reihe mißverständlicher Nachrichten über die frühere Zeitrechnung seines eigenen Staates (er war römischer Grammatiker) verzeichnen müssen; seine Angaben über die Zeitrechnung eines ihm fremden Volkes sind noch weniger entscheidend.

In der dem dritten Viertel des 4. Jahrh. n. Chr. angehörenden Haeresis des Epiphanios wird (LI c. 22—24) Christi Geburt in das Jahr 2 v. Chr., die Taufe in das Jahr 28 n. Chr. gesetzt, mit Datie­rungen nach dem römischen, alexandrinischen, jüdischen, attischen u. a. Kalendern. Das römische Datum der Geburt Christi 6. Ianuar ist dem 5. Maimakterion, das der Taufe 8. November dem 7. Meta­geitnion gleichgesetzt. Die erste Gleichung könnte nur bestehen, wenn der Anfangsmonat des attischen Jahres damals nicht in den Juni oder Juli, sondern in den September fiel; dann ist der 5. Monat MaimakterionIanuar. Die zweite Gleichung Metageitnion = November stimmt jedoch hierzu nicht, und es ist deshalb von Ideler u. a. für Metageitnion der Monat Boëdromion gesetzt worden. Ideler ver­mutete, daß es sich hier d. h. im 4. Jahrh. n. Chr. bereits um eine völlige Gleichsetzung der attischen Monate mit denen des julianischen Kalenders handle und daß eine Verschiebung der Monate stattgefunden haben könne, derart, daß der Hekatombaion = September wurde. Unger dagegen sucht die vom Juni–Jahresanfang abweichenden An­gaben des Epiphanios mittelst der freien Oktaëteris zu erklären. Die Daten habe Epiphanios einem für das 3. Jahrh. geltenden oktae­terischen Osterkanon entnommen, in dessen Zeit der 1. Hekat. (nach der freien Oktaëteris) fast durchweg in den September fiel. Eine andere von Ideler und Corsini für die Verlegung des Jahresanfangs auf den September angeführte Stelle ist die Aufzählung der Monate im Anhange zum Thesaur. Graec. ling. bei Henric. Stephanus. Dort werden die attischen Monate vom Hekatombaion als ersten angefangen mit dem September, Oktober usw. geglichen, so daß also der MaimakterionIanuar, wie bei Epiphanios. — Läßt man gelten, daß die Athener im 2. Jahrh. n. Chr. ihren Jahres­anfang auf den September verlegt haben (Ideler), so muß man es sonderbar finden, daß viel später, im 5. Jahrh., wie wir sahen, bei Marinos deutlich wieder die ehe­malige Gleichung Hekatombaion = Juni oder Juli, erscheint. Außer­dem sagt ein noch späterer Autor Simplikios (um 540 n. Chr.) bei der Vergleichung der Jahresanfänge verschiedener Völker1: „Die Athener beginnen ihr Jahr um die Sonnenwende“ (s. oben S. 467). Die Athener


1) Aus Galenus (im 2. Jahrh. n. Chr.) ist nur zu entnehmen, daß „die meisten griechischen Staaten gegenwärtig nach dem Mond rechnen“, ohne daß deutlich aus seiner übrigen Erzählung hervorgeht, ob auch die Athener damit gemeint sind.

[§ 218. Die freie Oktaëteris und das Verschwinden des Lunisolarjahrs. 469]

würden also, nachdem sie durch etwa 2 Jahrh. ihr Jahr vom September an gerechnet hatten, wieder auf den alten Jahresanfang mit dem Juni zurückgegangen sein. Ein solches Wechseln des Jahrbeginns (allen­falls möglich bei in Entwicklung begriffenen Völkern) ist bei dem Kulturvolk der Griechen, die vorzugsweise auf Handel und Schiffahrt angewiesen waren, wegen der Störungen unwahrscheinlich, welche die Veränderung des Jahranfangs in den Rechtsverhältnissen hervor­rufen mußte.

Die freie Oktaëteris reicht zur Erklärung der Widersprüche, welche derzeit der Kalender des ersten Jahrh. v. Chr. bis zum 5. oder 6. Jahrh. n. Chr. in Athen für uns noch darbietet, nicht aus.

Ich gebe noch den Entwurf der freien Oktaëteris von 83 v. Chr. an, von diesem Jahre aus dem Grunde, weil Unger die Abänderung der Zeitrechnung mit Sullas Einnahme von Athen (86 v. Chr.) in Verbindung bringt und die Reellität der Oktaëteris von 83 v. Chr. ab annimmt. Die Metonsche modifizierte Periode nach Schmidt setze ich daneben fort (im Anschluß an § 216); Schmidt hat dieselbe nur bis 7 v. Chr. gegeben; ich dehne sie, damit man gegen die freie Oktaëteris Vergleiche ziehen kann, nach Schmidts Prinzipien bis 200 n. Chr. aus. Selbstverständlich bleibt ganz hypothetisch, ob sie bis in letztere Zeit gegolten hat.

Julian. Dat. 1. Hekatomb.
i. d. freien Oktaëteris
Julian. Dat. 1. Hekatomb. nach
Schmidt modif. 19jähr. Zyklus
Jahr-
No.
Olym-
piade
Tage 1. Hekatomb. Jahr-
No.
Tage 1. Hekatomb.



v. Chr.





7*174, 2384 83Juni28 198*384 Juni28
3355 82Juli17
354 Juli17
4354 816
10 354 5
2*175, 1384 80Juni25
11*384 Juni24
2354 79Juli14
12 354 Juli13
4*3384 783
13 355 2
4354 7721
14*384 Juni21
176, 1355 7610
15 355 Juli10
7*2384 75Juni30
16*384 Juni30
3354 74Juli19
17 354 Juli19
4355 737
18*384 7
2*177, 1384 72Juni27
19 354 26
2354 71Juli16 20
355 15
4*3384 705
2*384 5
4354 6923
354 23
178, I354 6812
354 12
7*2384 671
5*384 1
3355 6620
354 20
4354 659
354 8
2*179, 1384 64Juni28
8*384 Juni27
[470 XI. Kapitel. Zeitrechnung der Griechen.]
Julian. Dat. 1. Hekatomb.
i. d. freien Oktaëteris
Julian. Dat. 1. Hekatomb. nach
Schmidt modif. 19jähr. Zyklus
Jahr-
No.
Olym-
piade
Tage 1. Hekatomb. Jahr-
No.
Tage 1. Hekatomb.
179, 2354 63Juli17 20354 Juli16
4*3384 626
10 355 5
4355 6124
11*384 Juni24
180, 1354 6014
12 354 Juli13
7*2384 593
13 354 2
3354 5822
14*384 Juni21
4354 5710
15 355 Juli9
2*181, 1384 56Juni29
16*384 Juni29
2355 55Juli18
17 354 Juli18
4*3384 548
18*384 7
4354 5326
19 354 25
182, 1354 5215 21355 14
7*2384 514
2*384 4
3355 5023
354 23
4354 4912
354 11
2*183, 1384 481
5*384 Juni30
2354 4720
355 Juli19
4*3384 469
354 9
4355 4527
8*384 Juni27
184, 1354 4417
354 Juli16
7*2384 436
10 354 5
3354 4225
11*384 Juni24
4354 4113
12 354 Juli12
2*185, 1384 402
13 355 1
2355 3921
14*384 Juni21
4*3384 3811
15 355 Juli10
4354 3729
16*384 Juni29
186, 1354 3618
17 354 Juli18
7*2384 357
18*384 7
3355 3426
19 354 26
4354 3315 22355 14
2*187, 1384 324
2*384 4
2354 3123
354 23
4*3384 3012
355 12
4354 2930
5*384 1
188, 1355 2819
354 20
7*2384 279
354 9
3354 2628
8*384 Juni28
4355 2516
354 Juli16
2*189, 1384 246
10 355 5
2354 2325
11*384 Juni25
4*3384 2214
12 354 Juli14
4354 21Aug.1
13 354 2
190, 1354 20Juli21
14*384 Juni21
7*2384 1910
15 355 Juli10
3355 1829
16*384 Juni30
4354 1718
17 354 Juli18
2*191, 1384 167
18*384 7
2354 1526
19 354 26
4*3384 1415 23355 15
4355 13Aug.2
2*384 4
[§218. Die freie Oktaëteris und das Verschwinden des Lunisolarjahrs. 471]
Julian. Dat. 1. Hekatomb.
i. d. freien Oktaëteris
Julian. Dat. 1. Hekatomb. nach
Schmidt modif. 19jähr. Zyklus
Jahr-
No.
Olym-
piade
Tage 1. Hekatomb. Jahr-
No.
Tage 1. Hekatomb.
192, 1354 12Juli23 23354 Juli23
7*2384 1112
354 12
3354 1031
5*384 1
4355 919
354 19
2*193, 1384 89
354 8
2354 728
8*384 Juni27
4*3384 617
354 Juli16
4354 5Aug.4
10 355 4
194, 1354 4Juli24
11*384 Juni24
7*2384 313
12 354 Juli13
3355 2Aug.1
13 355 2
4354 1Juli21
14*384 Juni21



n. Chr.





2*195, 1384 1Juli10
15 354 Juli10
2354 229
16*384 Juni29
4*3384 318
17 354 Juli18
4355 4Aug.5
18*384 6
196, 1354 5Juli26
19 354 25
7*2384 615 24355 14
3354 7Aug.3
2*384 4
4355 8Juli22
354 22
2*197, 1384 912
354 11
3*2354 1031
5*384 Juni30
4*3384 1120
355 Juli19
4354 12Aug.7
354 8
198, 1355 13Juli27
8*384 Juni27
7*2384 1417
354 Juli16
3354 15Aug.5
10 355 5
4354 16Juli24
11*384 Juni24
2*199, 1384 1713
12 354 Juli13
2354 18Aug.1
13 354 2
4*3384 19Juli21
14*384 Juni21
4355 20Aug.8
15 355 Juli9
200, 1354 21Juli29
16*384 Juni29
7*2384 2218
17 354 Juli18
3354 23Aug.6
18*384 7
4355 24Juli25
19 354 25
2*201, 1384 2515 25355 14
2354 26Aug.3
2*384 4
4*3384 27Juli23
354 23
4354 28Aug.10
354 11
202, 1355 29Juli30
5*384 Juni30
7*2384 3020
355 Juli19
3354 31Aug.8
354 9
4354 32Juli27
8*384 Juni27
2*203, 1384 3316
354 Juli16
2354 34Aug.4
10 355 5
4*3384 35Juli24
11*384 Juni25
4355 36Aug.11
12 354 Juli13
204, 1354 371
13 354 2
7*2384 38Juli21
14*384 Juni21
[472 XI. Kapitel. Zeitrechnung der Griechen.]
Julian. Dat. 1. Hekatomb.
i. d. freien Oktaëteris
Julian. Dat. 1. Hekatomb. nach
Schmidt modif. 19jähr. Zyklus
Jahr-
No.
Olym-
piade
Tage 1. Hekatomb. Jahr-
No.
Tage 1. Hekatomb.
204, 3355 39Aug.9 2515 355 Juli10
4354 40Juli29
16*384 Juni29
2*205, 1384 4118
17 354 Juli18
2354 42Aug.6
18*384 7
4*3384 43Juli26
19 354 26
4354 44Aug.13 26355 14
206, 1355 452
2*384 4
7*2384 46Juli23
354 23
3354 47Aug.11
354 12
4354 48Juli30
5*384 Juni30
2*207, 1384 4919
354 Juli19
2354 50Aug.7
354 8
4*3384 51Juli27
8*384 Juni27
4355 52Aug.14
354 Juli15
208, 1354 534
10 355 4
7*2384 54Juli24
11*384 Juni24
3355 55Aug.12
12 354 Juli13
4354 561
13 355 1
2*209, 1384 57Juli21
14*384 Juni21
2354 58Aug.9
15 354 Juli1
4*3384 59Juli29
16*384 Juni29
4354 60Aug.16
17 354 Juli17
210, 1354 615
18*384 6
7*2384 62Juli25
19 354 25
3355 63Aug.13 27355 14
4354 642
2*384 3
2*211, 1384 65Juli22
354 22
2355 66Aug.10
354 11
4*3384 67Juli31
5*384 Juni30
4354 68Aug.18
355 Juli18
212, 1354 697
354 8
7*2384 70Juli27
8*384 Juni27
3355 71Aug.15
354 Juli16
4354 724
10 355 4
2*213, 1384 73Juli24
11*384 Juni24
2354 74Aug.12
12 354 Juli13
4*3384 751
13 355 2
4354 7619
14*384 Juni21
214, 1355 778
15 354 Juli10
7*2384 78Juli29
16*384 Juni29
3354 79Aug.17
17 354 Juli18
4354 805
18*384 6
2*215, 1384 81Juli25
19 354 25
2355 82Aug.13 28355 14
4*3384 833
2*384 4
4354 8421
354 22
216, 1354 8510
354 11
7*2384 86Juli30
5*384 Juni30
3355 87Aug.18
355 Juli19
4354 887
354 8
2*217, 1384 89Juli27
8*384 Juni27
[§ 218. Die freie Oktaëteris und das Verschwinden des Lunisolarjahrs. 473]
Julian. Dat. 1. Hekatomb.
i. d. freien Oktaëteris
Julian. Dat. 1. Hekatomb. nach
Schmidt modif. 19jähr. Zyklus
Jahr-
No.
Olym-
piade
Tage 1. Hekatomb. Jahr-
No.
Tage 1. Hekatomb.
217, 2354 90Aug.15 28354 Juli16
4*3384 914
10 355 5
4355 9222
11*384 Juni24
218, 1354 9312
12 354 Juli13
7*2384 941
13 354 2
3354 9520
14*384 Juni21
4354 968
15 355 Juli9
2*219, 1384 97Juli28
16*384 Juni29
2355 98Aug.16
17 354 Juli18
4*3384 996
18*384 7
4354 10024
19 354 25
220, 1354 10113 29355 14
7*2384 1022
2*384 4
3355 10321
354 23
4354 10410
354 11
2*221, 1384 105Juli30
5*384 Juni30
2354 106Aug.18
354 Juli19
4*3384 1077
355 8
4355 10825
8*384 Juni27
222, 1354 10915
354 Juli16
7*2384 1104
10 354 5
3354 11123
11*384 Juni24
4354 11211
12 354 Juli12
2*223, 1384 113Juli31
13 355 1
2355 114Aug.19
14*384 Juni21
4*3384 1159
15 354 Juli10
4354 11627
16*384 Juni28
224, 1354 11716
17 354 Juli17
7*2384 1185
18*384 6
3355 11924
19 354 25
4354 12013 30355 13
2*225, 1384 1212
2*384 3
2354 12221
354 21
4*3384 12310
354 11
4354 12428
5*384 Juni29
226, 1355 12517
355 Juli18
7*2384 1267
354 8
3354 12726
8*384 Juni27
4355 12814
354 Juli15
2*227, 1384 1294
10 355 4
2354 13023
11*384 Juni24
4*3384 13112
12 354 Juli13
4354 13230
13 355 1
228, 1354 13319
14*384 Juni21
7*2384 1348
15 354 Juli10
3355 13527
16*384 Juni29
4354 13616
17 354 Juli17
2*229, 1384 1375
18*384 6
2354 13824
19 354 25
4*3384 13913 31355 14
4355 14031
2*384 3
[474 XI. Kapitel. Zeitrechnung der Griechen.]
Julian. Dat. 1. Hekatomb.
i. d. freien Oktaëteris
Julian. Dat. 1. Hekatomb. nach
Schmidt modif. 19jähr. Zyklus
Jahr-
No.
Olym-
piade
Tage 1. Hekatomb. Jahr-
No.
Tage 1. Hekatomb.
230, 1354 141Aug.21 313354 Juli22
7*2384 14210
354 11
3354 14329
5*384 Juni30
4355 14417
355 Juli18
2*231, 1384 1457
354 8
2354 14626
8*384 Juni27
4*3384 14715
354 Juli16
4354 148Septb.2
10 355 4
232, 1354 149Aug.22
11*384 Juni24
7*2384 15011
12 354 Juli13
3355 15130
13 355 2
4354 15219
14*384 Juni21
2*233, 1384 1538
15 354 Juli1
2354 15427
16*384 Juni29
4*3384 15516
17 354 Juli18
4355 156Septb.3
18*384 6
234, 1354 157Aug.24
19 354 25
7*2384 15813 32355 14
3354 159Septb.1
2*384 4
4354 160Aug.20
354 22
2*235, 1384 1619
354 11
2355 16228
5*384 Juni30
4*3384 16318
354 Juli19
4354 164Septb.5
354 7
236, 1355 165Aug.25
8*384 Juni26
7*2384 16615
354 Juli15
3354 167Septb.3
10 355 4
4354 168Aug.22
11*384 Juni23
2*237, 1384 16911
12 354 Juli12
2354 17030
13 355 1
4*3384 17119
14*384 Juni21
4355 172Septb.6
15 354 Juli9
238, 1354 173Aug.27
16*384 Juni28
7*2384 17416
17 354 Juli16
3354 175Septb.4
18*384 6
4355 176Aug.23
19 354 24
2*239, 1384 17713 33355 13
2354 178Septb.1
2*384 3
4*3384 179Aug.21
354 22
4354 180Septb.8
355 10
240, 1355 181Aug.28
5*384 Juni30
7*2384 18218
354 Juli19
3354 183Septb.6
354 8
4354 184Aug.25
8*384 Juni26
2*241, 1384 18514
354 Juli15
2354 186Septb.2
10 355 4
4*3384 187Aug.22
11*384 Juni24
4355 188Septb.9
12 354 Juli12
242, 1354 189Aug.30
13 355 1
7*2384 19019
14*384 Juni21
3355 191Septb.7
15 354 Juli1
[§ 219. Vergleichung mit den Inschriften und Schlußresultate. 475]
Julian. Dat. 1. Hekatomb.
i. d. freien Oktaëteris
Julian. Dat. 1. Hekatomb. nach
Schmidt modif. 19jähr. Zyklus
Jahr-
No.
Olym-
piade
Tage 1. Hekatomb. Jahr-
No.
Tage 1. Hekatomb.
242, 4354 192Aug.27 3316*384 Juni28
2*243, 1384 19316
17 354 Juli17
2354 194Septb.4
18*384 6
4*3384 195Aug.24
19 354 25
4354 196Septb.11 34355 13
244, 1355 197Aug.31
2*384 3
7*2384 19821
354 22
3354 199Septb.9
354 11
4354 200Aug.28
5*384 Juni29

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